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Euroforum Jahrestagung Haftpflicht 2026 - PFAS wird immer größeres Risiko

30.01.2026 | Aktuelles

In den USA sind PFAS-Risiken nicht mehr versicherbar. Auch in Europa bekommt das Thema eine neue Dynamik. Betreiber müssen jetzt handeln.

“PFAS ist in den USA nicht mehr versicherbar”, lautet eine der Schlüsselbotschaften der Euroforum Jahrestagung Haftpflicht 2026. Und auch in Europa bekommt das Thema eine neue Dynamik. Die Versicherungen haben PFAS schon lange als Risiko erkannt und schließen die Haftung für PFAS-Schäden aus.

"Unabhängig von angedachten oder bereits geltenden Restriktionen - wenn die Versicherer den Ausschluss umsetzen, ist es höchste Zeit, um auf Alternativen umzusteigen", so Minimax-Mobile-Services-Geschäftsführer Markus Dumrath im Rahmen seiner Teilnahme an der Euroforum Jahrestagung Haftpflicht 2026, welche diese Woche in Köln stattgefunden hat.

In seinem Vortrag und der anschließenden Podiumsdiskussion auf der Veranstaltung von Handelsblatt Media Group wurde über die Konsequenzen für Versicherungen und ihre Kunden berichtet und diskutiert. Im Bereich Schaumlöschmittel und Feuerlöscher ist ein Umstieg auf PFAS-freie Alternativen dringend angeraten!

PFAS-Schadenersatzforderungen können in die Millionen gehen

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hatte im Mai 2025 seinen unverbindlichen Musterbedingungen eine neue Vertragsklausel hinzugefügt, mit dem Ziel, „das Risiko durch PFAS besser erkennen, kalkulieren und auf ein wirtschaftlich vernünftiges Maß begrenzen“ zu können. Mit dieser Klausel, die bei Bedarf in Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherungen sowie Umweltrisikoversicherungen ergänzt werden kann, können Versicherer Schäden durch PFAS grundsätzlich erst einmal ausschließen. Anschließend sollen sie dann mit den Kunden konkret vereinbaren, unter welchen Bedingungen Schäden durch bestimmte PFAS versichert werden können.  

Beim Einsatz PFAS-haltiger Löschmittel besteht die Gefahr, dass Schadstoffe in die Kanalisation oder in Boden und Gewässer gelangen. Eine Sanierung verseuchter Böden und Gewässer ist schwierig bis unmöglich und die eventuell folgenden Schadenersatzforderungen können für Unternehmen in die Millionen gehen. Dass Versicherer bereit sind, dieses Risko für Feuerlöscher, für die es bereits fluorfreie Alternativen gibt, einzugehen, ist unwahrscheinlich.

Im Oktober 2025 Jahr hat die EU-Kommission eine verbindliche Deadline für die Nutzung der "Ewigkeitschemikalien" in Schaumlöschmitteln gesetzt. > Mehr zum PFAS-Verbot

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Foto-Credit: Handelsblatt Media Group / Foto Vogt GmbH

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