Kompetenz im Brandschutz

Modernisierung von Rauch- und Wärme­abzugsanlagen (RWA) mit Lamellen­fenstern in Fassaden

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EIN FALL AUS DER PRAXIS:

Anspruchsvolles RWA-Modernisierungsprojekt verlangt nach individueller Lösung

Im Werk Zeitz der Südzucker AG hat Minimax Mobile Services die RWA-Anlagen in den Produktionshallen mit neuen Lamellenfenstern ausgestattet und damit auf einen modernen und technisch neuen Stand gebracht. 

Besonders anspruchsvoll war das Projekt sowohl aufgrund der Einbaulage der Anlage in der Fassade als auch wegen der komplexen Bedingungen vor Ort.

Südzucker Werk Zeitz, Stärkeproduktion Außenansicht mit alten Fenstern

RWA einmal anders: Beim Werk von Südzucker in Zeitz fungieren die Fenster als Rauch- und Wärmeabzugsanlagen in der Fassade


Bestandsaufnahme

Südzucker musste in mehreren Werksgebäuden zur Stärkeproduktion in Zeitz (Sachsen-Anhalt) die als Rauch- und Wärmeabzugsanlagen fungierenden Fenster und Teile der Steuerungen modernisieren. Dafür gab es mehrere Gründe: Die Antriebe der bestehenden RWA‑Fenster sowie mehrere Schaltkästen der RWA-Anlage aus dem Jahr 2015 waren defekt. Dadurch war eine zuverlässige Entrauchung im Brandfall nicht mehr gewährleistet. 

Zudem hatten die bisherigen Fenster aus Sicht des Kunden einen gravierenden Nachteil: Die nach innen öffnenden Kippfenster ragten im vollständig geöffneten Zustand gut einen Meter in den Raum hinein. Das erschwerte laut Swen Scheibe, Instandhaltungs­koordinator bei Südzucker in Zeitz, insbesondere Wartungs-, Reparatur- und Reinigungsarbeiten an den Produktionsanlagen, da Arbeitsbühnen und Gerüste nur eingeschränkt und mit erhöhtem Aufwand positioniert werden konnten.

Insgesamt 72 Fensterelemente sollten daher durch moderne Lamellenfenster ersetzt werden, die beim Öffnen deutlich weniger Platz beanspruchen.

Südzucker Werk Zeitz, Stärkeproduktion Detail-Innenansicht mit alten Fenstern

Oben im Bild gut zu sehen ist der weite Öffnungsbereich der bestehenden Fensterflügel von fast 1 Meter


Weit mehr als ein Fenstertausch

Die neue Lösung musste einerseits sämtliche Anforderungen an die Funktion als Rauch- und Wärmeabzugsanlage erfüllen, andererseits auch den besonderen Bedingungen am Standort dauerhaft standhalten. Und diese waren herausfordernd: 

In der Produktionsanlage in Zeitz verarbeitet Südzucker Weizen zu Glukose, Gluten und Kleiepellets. Durch den ganzjährigen, kontinuierlichen Produktionsprozess herrscht an fast 365 Tagen im Jahr ein dauerhaft feuchtwarmes Klima in den Produktionshallen. Diese Bedingungen sind besonders anspruchsvoll für die elektrotechnischen und mechanischen Komponenten.

Um die Hygienestandards einzuhalten, ist es notwendig, täglich eine Nassreinigung der Hallen mit Hochdruck­reinigern durchzuführen – ein weiterer Belastungsfaktor. Gemeinsam mit einem Hersteller von RWA-Antrieben wurden die Lamellenmotoren so angepasst, dass sie für diese schwierige Umgebung geeignet sind.

„Die alten Antriebe waren für diese klimatischen Belastungen nicht geeignet“, erläutert Swen Scheibe. „Zusätzlich drang in mehrere Schaltkästen Feuchtigkeit ein, was vor allem am ungünstigen Aufstellort und an Kabelzuführungen von oben lag. Im Zuge der Reparatur haben die Minimax-Techniker dies deutlich verbessert: Die Schaltkästen wurden an geeignetere Positionen verlegt und sämtliche Kabeldurchführungen konsequent von unten ausgeführt.“

„Lamellenfenster schaffen einen wertvollen Raumgewinn, haben aber auch viele bewegliche Teile, die verschmutzen können. Wir haben hier eine Lösung entwickelt, die in dieser Umgebung gut und zuverlässig funktioniert. Vergleichbare Bedingungen für Rauch- und Wärme­abzugs­anlagen finden sich auch in anderen Betrieben mit einer erhöhten Schmutzbelastung in der Luft, beispielsweise durch Schleifstaub oder anderen Feststoffen in der Umgebungsluft“, erklärt Eric Müller, Brandschutzberater RWA bei der Minimax Mobile Services GmbH.

Südzucker Werk Zeitz, Stärkeproduktion Detail-Innenansicht 2 mit neuen Fenstern

Die alten Fensterflügel wurden entfernt und moderne Lamellenfenster in die bestehenden Rahmen eingebaut. Die Elemente ragen auch vollständig geöffnet kaum in den Raum hinein. Zugänglichkeit und Wartung sind jetzt deutlich einfacher und sicherer

Südzucker Werk Zeitz, Stärkeproduktion Detail-Innenansicht 1 mit neuen Fenstern

Austausch bei laufender Produktion

Die Suche nach einem kompetenten Brandschutz­unternehmen mit dem erforderlichen Know-how und den nötigen Kapazitäten erwies sich für Südzucker zunächst als Herausforderung. Gesucht wurde zunächst ein Partner für die Instandhaltung der RWA-Anlage, später auch für die geplante Modernisierung der Fenster. „Der ursprüngliche Errichter der RWA-Anlagen stand nach Ablauf der Garantie nicht mehr zur Verfügung, und ein weiteres Unternehmen wagte sich an die bestehende Anlage nicht heran. Minimax hingegen hat uns fachlich überzeugt, die Situation umfassend bewertet und konkrete, praxisgerechte Lösungsvorschläge erarbeitet“, so Swen Scheibe.

Die Planung übernahmen die Experten der Business Unit RWA der Minimax Mobile Services GmbH in enger Abstimmung mit dem Kunden und der Werkfeuerwehr von Südzucker. Die Herstellung der neuen Lamellenfenster erfolgte durch einen führenden Hersteller von Glas-Lamellenfenstern auf Basis der gemeinsam definierten Anforderungen. 

Die Demontage der 72 alten und der Einbau der neuen Fensterelemente dauerte nur zwei Wochen. Alle Umbauarbeiten erfolgten während des laufenden Produktionsbetriebes. Der zuständige Minimax-Einsatzleiter begleitete die Umsetzung, die gemäß dem Zeitplan erfolgte. Der Clou: Die alten Fenster wurden nicht komplett ausgetauscht. Die vorhandenen Rahmen konnten weiter genutzt werden, lediglich die Verglasungen wurden entfernt. Nach kleineren Anpassungen an den Flügelrahmen konnten die neuen Lamellenfenster inklusive der Antriebe in Sonderausführung eingebaut werden.

„Wir haben natürlich nicht alle alten Fenster auf einmal ausgebaut, sondern sind von Fenster zu Fenster vorgegangen: alte Fensterelemente raus, neue rein. So konnten wir die Auswirkungen auf die Betriebsabläufe des Kunden auf ein Minimum begrenzen“, sagt Eric Müller.

Südzucker Werk Zeitz, Stärkeproduktion Detail-Innenansicht Schaltschrank

Mehrere RWA-Zentralen und RWA-Bedienstellen mussten ebenfalls erneuert werden. In einige ältere Installationen war wegen ungünstiger Kabelführung Feuchtigkeit eingedrungen


Integration in die bestehende RWA-Steuerung

Die Lamellen der neuen RWA-Geräte öffnen sich im Brandfall automatisch, damit der Rauch abgeführt wird. Die Integration der neuen Geräte in die bestehende Rauch- und Wärmeabzugsanlage übernahmen die Minimax-Brandschutztechniker. Für die reibungslose Funktion mussten einige RWA-Zentralen und RWA-Bedienstellen erneuert werden. 

Eine manuelle Betätigung dient dem Betreiber dazu, alle zwei Wochen eine Funktionskontrolle der RWA-Anlage durchzuführen. Baurechtliche Auflagen wurden erfüllt, indem die Anlage durch die Minimax-Techniker zudem so konfiguriert wurde, dass die Lamellen auch im Falle einer Störung automatisch geöffnet werden, zum Beispiel bei Beschädigung eines Kabels im Brandfall. 


Überzeugendes Ergebnis

Für Südzucker stehen neben der schnellen Umsetzung und Einhaltung der geltenden Vorschriften vor allem die technischen Vorteile der neuen Fenster im Vordergrund. „Damit ragen die Elemente beim vollständigen Öffnen nicht mehr weit in den Raum hinein, wie es bei den alten Fenstern der Fall war. Die Zugänglichkeit und Wartung sind jetzt deutlich einfacher und sicherer“, sagt Swen Scheibe, der sich auch mit der Zusammenarbeit mit Minimax Mobile Services rundum zufrieden zeigt: „Die Zusammenarbeit verlief sehr professionell und zielorientiert.“

Kurz zusammengefasst:

  • 72 Fenster der RWA-Anlagen in der Fassade wurden durch moderne Lamellenfenster ersetzt.
  • Die Lamellenfenster wurden nach baurechtlichen Vorgaben fachgerecht und rechtssicher verbaut.
  • Die Wartung, Reparatur und Reinigung der Produktionsanlagen ist jetzt sicherer und einfacher.
  • Mit der modernen RWA-Lösung ist sichergestellt, dass der Kunde geltende Vorschriften, Gesetze und Versicherungsauflagen einhält.
  • Der Kunde ist zufrieden mit der reibungslosen Sanierung seiner RWA-Anlagen in der Fassade – von der Konzeption bis zur Ausführung der Arbeiten.
  • Die Arbeiten wurden abschließend von einem baurechtlich anerkannten Sachverständigen abgenommen.
  • Südzucker plant, künftig weitere Gebäude mit Lamellenfenstern auszustatten. Erste Gespräche über mögliche Folgeprojekte haben bereits zwischen Südzucker und Minimax Mobile Services stattgefunden.
Südzucker Werk Zeitz, Stärkeproduktion Detail-Außenansicht 2 mit neuen Fenstern

Mit den neuen Lamelldenfenstern wurde eine moderne und wartungsfreundliche Lösung umgesetzt, die auch unter den anspruchsvollen Bedingungen vor Ort im Brandfall zuverlässig funktioniert


Fazit

„Dieses Modernisierungsprojekt war in seiner Komplexität auch für uns nicht alltäglich“, erklärt Martin Jüttner, Produktmanager für RWA-Anlagen bei der Minimax Mobile Services GmbH. "Es zeigt, dass es keine Standardlösung gibt, die für alle Anwendungsfälle passt. Als anerkannter Errichter für RWA-Anlagen und zertifizierter Dienstleister für RWA-Anlagen prüfen wir jeden Fall individuell und entwickeln eine Lösung, die zum Objekt passt und unter den vor Ort herrschenden Bedingungen zuverlässig funktioniert. Im Brandfall muss sich der Kunde darauf verlassen können. Unsere VdS-Zertifizierung nach DIN 18232-10 für natürliche Rauch- und Wärmeabzugsanlagen und Entrauchungsanlagen in Treppenräumen sowie die ZVEI-Errichteranerkennung RWA bescheinigen uns höchste Qualität und Zuverlässigkeit bei dieser Art von Projekten.“


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  • Die > VdS-Zertifizierung nach DIN 18232-10 bestätigt unsere hohe Fachkompetenz bei natürlichen Rauch- und Wärmeabzugsanlagen. Sie steht für eine durchgängig hohe Qualität in allen Projektphasen, von der Planung über die fachgerechte Ausführung bis hin zur Wartung und Instandhaltung. Damit erhalten Sie die Sicherheit, dass Ihre Anlage den geltenden Anforderungen entspricht. Nur wenige Anbieter am deutschen Markt verfügen über diese Qualifikation.
  • Auch die > ZVEI-Errichteranerkennung für RWA-Anlagen belegt die Einhaltung anspruchsvoller Qualitätsanforderungen. Sie bestätigt unsere Kompetenz bei der Planung, Installation und Instandhaltung von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen nach anerkannten technischen Standards.
  • Zusätzlich unterstreicht das > BHE-Qualitätssiegel unsere Leistungsfähigkeit als Fachunternehmen für Sicherheitstechnik. Es bestätigt, dass wir normgerechte Produkte einsetzen und Anlagen entsprechend der jeweils gültigen Vorschriften planen, errichten und warten. So erhalten Sie eine Lösung, die technisch überzeugt und optimal auf Ihre Anforderungen abgestimmt ist.
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